BHP'26 Werkvorträge Steiermark
Anja Innauer, Markus Pendlmayr, Michael Höcketstaller
Steiermark, Werkvortrag, Bauherrenpreis, JuryAm Donnerstag dem 23. April gibt es die Gelegenheit die steirischen Nominierungsjuror:innen für den BHP'26 kennenzulernen und mehr über ihre Arbeit zu erfahren.
Anja Innauer nona architekt:innen, Bezau
Markus Pendlmayr einszueins Architektur, Wien
Michael Höcketstaller dunkelschwarz ZT GmbH, Salzburg
am 23. April 2026
ab 19:00 Uhr
im Haus der Architektur (Mariahilferstraße 2, 8020 Graz)
Wir freuen uns auf spannende Einblicke, bevor sich die Juror:innen auf die Reise durch die ganze Steiermark machen, um die eingereichten Projekte für den BHP'26 zu besichtigen und bedanken uns für ihre Zeit und Motivation, dies ehrenamtlich zu tun!
Anja Innauer nona architekt:innen Bezau, VBG
Gemeinsam mit Nora Heinzle gründete sie 2016 das Büro nona architekt:innen, nachdem die beiden bereits während ihres Studiums an der TU Wien die Vision einer gemeinsamen Selbstständigkeit entwickelten. Als eines der ersten von zwei Frauen geführten Architekturbüros der Region widmen sie sich seither mit großer Leidenschaft der Vielschichtigkeit des Bauens.
Ein zentraler Pfeiler ihrer Arbeit ist das Bauen im Bestand. Für Anja Innauer ist die Auseinandersetzung mit bestehender Substanz nicht nur eine Frage der Nachhaltigkeit, sondern die inspirierende Herausforderung, neue Orte durch respektvolles Weiterbauen und die Suche nach Fortsetzungen zu entwickeln. Dabei liegt der Fokus stets darauf, qualitätsvolle Innenräume in einen harmonischen Dialog mit ihrer unmittelbaren Umgebung zu bringen.
Die Relevanz ihrer Arbeit wird durch zahlreiche Auszeichnungen bestätigt, darunter der prestigeträchtige Bauherr:innenpreis der Zentralvereinigung der Architekt:innen Österreichs 2024 sowie mehrfache Ehrungen beim Vorarlberger Holzbaupreis. Neben ihrer entwerferischen Tätigkeit bringt Anja Innauer ihre Expertise in zahlreiche Gestaltungsbeiräte ein, unter anderem für das Land Tirol sowie die Städte Konstanz und Schwarzenberg, und engagiert sich im Vorstand der Zentralvereinigung der Architekt:innen (ZV).
Markus Pendlmayr einszueins Architektur, Wien
Als Geschäftsführer von einszueins architektur blickt er in diesem Jahr auf das 20-jährige Bestehen des Wiener Büros zurück, das heute von Katharina Bayer, Markus Zilker und Markus Pendlmayer geleitet wird und rund 25 Mitarbeiter:innen beschäftigt.
Angesichts der massiven THG-Emissionen der Baubranche versteht das Büro Architektur als aktiven Hebel zur Bewältigung der Klimakrise und des Biodiversitätsverlusts. Basierend auf dem Modell der planetaren Grenzen und wissenschaftlichen WLCA-Berechnungen (Whole Life Carbon Assessment) dringt einszueins architektur tief in komplexe Handlungsfelder vor, um umsetzungsorientierte Wege zur Klimaneutralität zu finden.
Ein zentraler Pfeiler ihrer Arbeit ist die Bestandstransformation. Dies zeigt sich in Forschungsprojekten zur Weiterentwicklung von Großsiedlungen sowie aktuellen Projekten zur Transformation von Ortskernen, unter anderem mit einem Schwerpunkt in der Steiermark. Dabei fließen fundierte Erkenntnisse aus begleitenden Forschungsprojekten in die konstruktive Praxis ein, um durch Holzbau, nachwachsende Rohstoffe und Re-Use messbare ökologische Lösungen zu realisieren.
Markus Pendlmayr wird zudem erläutern, wie die langjährige Erfahrung des Büros in der partizipativen Planung und bei Baugruppenprojekten – wie der preisgekrönten „Auenweide“ oder dem Pionierprojekt „Die Hauswirtschaft“ – hilft, den sozialen Herausforderungen des Wandels zu begegnen. Über die rein bauliche Tätigkeit hinaus engagiert sich das Büro in Netzwerken und der eigens ins Leben gerufenen Genossenschaft Habitat2030, um den gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten
Michael Höcketstaller dunkelschwarz ZT GmbH, Salzburg
Der gebürtige Salzburger studierte an der TU Graz und der Eindhoven University of Technology (Abschluss 2013) Architektur. Er bringt eine fundierte Expertise aus namhaften Büros wie Dietger Wissounig Architekten und SPS Architekten mit. Seit 2016 selbstständig, gründete er 2019 gemeinsam mit Erhard Steiner und Hannes Sampl das Atelier dunkelschwarz in Salzburg.
Das heute rund zehnköpfige Team hat sich in kurzer Zeit einen Namen durch eine Architektur gemacht, die das „Sowohl-als-auch“ zelebriert: Urbanes trifft auf Rurales, handwerkliche Tradition auf moderne Präzision. Unter dem Motto „Architektur nicht als starr, sondern als Zustimmung zum alltäglichen Leben“ entstehen Konzepte, die oft einem dialektischen Prozess aus These, Antithese und Synthese folgen.
In seinem Vortrag wird Michael Höcketstaller Einblicke in die Arbeitsweise von dunkelschwarz geben – von preisgekrönten Projekten wie der Talstation der Schafbergbahn bis hin zu sensiblen Modernisierungen und dem Spiel mit dem Werkstoff Holz. Wir freuen uns, mehr über die Philosophie eines Büros, das Architektur als stabilen „Dreibeiner“ versteht, der auf jedem noch so unebenen Boden standfest bleibt, zu erfahren.
Eine Veranstaltung der Zentralvereinigung der Architekt:innen Steiermark in Kooperation mit dem Haus der Architektur, Graz.
Vielen Dank für die Unterstützung:
Land Steiermark, Verkehr und Landeshochbau - Baukultur
Land Steiermark, Kultur - Europa - Sport
Kammer der Ziviltechniker:innen für Steiermark und Kärnten
Stadt Graz - Stadtbaudirektion



